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Photo by Elvis Ma on Unsplash

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Gleich vorab:

Alle Beispiele, die ich dir in meinem Blog, Video etc. schildere und die meine Erfahrung wider spiegeln, sollen ausschließlich dazu dienen, dir zu zeigen, dass ein Großteil von alledem, was ich jemals anderen Menschen empfehle, schon selbst von mir und/oder meiner Frau durchlebt worden ist.

Mein großes Ziel ist es, meine Empfehlungen und Beratungen für dich ausschliesslich auf Basis von selbst erlebten Erfahrungen aufzubauen.

Früh Klarheit schaffen

Vertrauensaufbau dauert in der Regel sehr lange, meist Jahre, in manchen Fällen Jahrzehnte.

Allerdings basiert eine gute Partnerschaft und Beziehung auf Vertrauen. Wir alle haben seit Geburt eine Sehnsucht danach, zumindest uns nahestehenden Menschen vertrauen zu können.

Ohne Vertrauen sind massive Spannungen und Missverständnisse untereinander vorprogrammiert.

Wie also können wir es schaffen, Vertrauen ab heute in unsere Beziehung einzubauen, auch wenn diese Beziehung erst einen Tag besteht?

Als ich im Jahr 2003 meine über alles geliebte Frau Anna kennen gelernt habe, stand ich genau vor dieser Frage.

Da viele Menschen in meinem Umfeld recht negative Erfahrungen gemacht hatten und ich für mich analysiert hatte, woran das lag, habe ich einen Entschluss gefasst.

Ich werde meiner neuen Bekanntschaft, vom ersten Tag an, mein 100%iges Vertrauen schenken.

Denn nur so stellt sich schnellst möglich heraus, ob dieses Vertrauen auch gerechtfertigt ist, oder eben nicht. Aber wenn es denn nicht so wäre, möchte ich das im Optimalfall erfahren, bevor wir unser erstes Kind bekommen.

Mach’ es einfach

Ich gab also meinen (damals noch 😉) voll gefüllten Geldbeutel zur Verwahrung in ihre Handtasche und beließ ihn dort auch, während ich bei der Arbeit war etc.

Das sollte keine Falle sein, aber einer von vielen Punkten, der eine gute Beziehung ausmacht. Nämlich Vertrauen, von der ersten Sekunde an.

Der weitere Schritt war, mit meiner Lebensgefährtin in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen. Denn nichts ist schlimmer, als wenn man schon zwei Jahre in einer Beziehung lebt, dann zusammen zieht und erst spät bemerkt, dass doch viele Punkte gar nicht zusammen passen. So lebten wir schon nach vier Monaten zusammen in einer gemeinsamen Wohnung. Je früher desto besser, im Optimalfall lebst du gleich nach vier Wochen mit deinem neuen Traummann, deiner Traumfrau zusammen.

Natürlich ist in der Euphorie der neuen Beziehung erst einmal alles positiv. Wenn du dann aber zusammen lebst mit ihm, bestätigen sich dieses Gefühle, oder sie werden relativiert. So schaffst du schon früh Klarheit für dich.

Jetzt lebten wir also bereits zusammen. Nun wurde es Zeit für ein gemeinsames Bankkonto.

Ich bekomme sehr oft mit, dass es für viele Menschen ein Problem darstellt, dass einer von beiden erwerbstätig ist und u.U. der andere nicht.

So war das bei uns auch. Ich stand damals schon seit zehn Jahren im Berufsleben und meine Lebensgefährtin war seit ein paar Monaten mit der Schule fertig. Finanziell gesehen ein grobes Ungleichgewicht, aber was soll’s?

Es geht hier um die zwischenmenschliche Beziehung und nicht darum, wer mehr finanzielle Mittel in die Beziehung einbringt.

Also waren wir kurze Zeit, nach dem wir zusammen gezogen sind, bei einer Bank und haben dort ein gemeinsames Konto eröffnet, bei dem beide Partner gleiche Berechtigungen hatten.

Nur 24%

Ich weiss aus meiner direkten Bekanntschaft, dass hiermit die meisten Paare große Probleme haben.

Das belegt auch eine Umfrage aus 2017, wieviele Paare bereits ein gemeinsames Konto führen. Es konnten nur 24% der Befragten antworten, über ein solches zu verfügen. Das gibt meiner Meinung nach ein klares, leider recht negatives Stimmungsbild in deutschen Beziehungen zu dieser Frage ab (sh. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/781160/umfrage/umfrage-zu-einem-gemeinsamen-konto-in-einer-beziehung/).

Also, wir haben unsere Geldbörse immer in Reichweite unseres Partners, sind mit ihm in eine gemeinsame Wohnung gezogen und verfügen nun über ein gemeinsames Konto.

Jetzt möchte ich noch das Sahnestückchen (ironisch gemeint) dieses Artikels ansprechen, das vornehmlich den weiblichen Part in einer Beziehung (be)trifft.

Es geht um den gemeinsamen Urlaub.

Nicht nur einmal bin ich diesbezüglich in Schockstarre gefallen. Denn das ist aus meiner und unserer Sicht in einer partnerschaftlichen Beziehung ein no-go.

Stell’ dir vor, du lebst jetzt mit deinem Partner in einer Wohnung, ihr habt ein gemeinsames Konto und du bist Studentin.

Dein Lebenspartner verdient gutes Geld als Angestellter.

Eure Urlaubsplanung für diesen Sommer sagt, dass ihr gemeinsam auf eine warme Insel fliegt, um dort Surfurlaub zu machen.

Das klingt super und lässt auf eine gute Partnerschaft schließen.

Wo ist der Haken?

Aufgrund dessen, dass du Studentin bist und dein Nebenjob gerade für das tägliche Leben und deine Klamotten reicht, hast du für den geplanten Urlaub nicht wirklich Geld auf der Seite.

No-go!

Kurz vor der Reise eröffnet dir dann dein Lebensgefährte, dass er leider alleine in den Urlaub fliegen wird, zumal du ja kein Geld dafür übrig hast.

Und so zieht er das dann auch durch.

Auch hier meine Einschätzung: in einer partnerschaftlichen Beziehung ein no-go!

Beziehung entweder ganz oder gar nicht, mit allen Für und Wider, auch wenn der Partner dann mal mehrere Jahre finanziell für seine Lebensgefährtin einstehen muss, was er dann hoffentlich nicht als Belastung ansieht. Falls doch, ist hängt hier das Grundverständnis von partnerschaftlicher Beziehung ganz klar schief.

So war das auch in den ersten Jahren bei meiner Frau und mir. Das war einfach Stand der Dinge und wurde gar nicht weiter überdacht.

Also haben jeden Urlaub gemeinsam verbracht, grundsätzlich wurde alles gemeinsam gemacht, denn miteinander ging es uns viel besser als ohne den jeweiligen Partner.

Getrennte Konten und getrennte Wohnungen führen über kurz oder lang auch zu getrennten Beziehungen.

Was ist bei euch schon alles gemeinsam?

Seid ihr vielleicht schon nach weniger als vier Monaten nach dem Kennenlernen zusammen gezogen?

Welche Erfahrungen gibt es zu den Themen in diesem Blogpost in deiner Bekanntschaft?

Schreib’ mir einfach einen Kommentar, gern auch zwei 😉 oder sende mir eine Mail an christian.beermann@beermanncoaching.de

Ich freue mich sehr auf dich 😀

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