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Ich möchte dir vorab kurz erklären, wieso ich immer Links in vollständiger Länge integriere:
Für mich ist Transparenz extrem wichtig. Gerade im Internet besteht extrem schnell die Möglichkeit, dass man auf einen Link klickt, der dann zu einem ganz anderen Inhalt führt, als erwartet, manchmal sogar Schadsoftware.

Ich bevorzuge zwar eigentlich sogenannte Link-Shortener, mit der die Links gekürzt werden (z.B. bit.ly), aber du kannst dann nur durch einen weiteren Arbeitsschritt den darin verborgenen Originallink ermitteln.

Meine hier geposteten Links sind die Originallinks, aus deren Bezeichnung du schon ersehen kannst, wo sie euch hin führen. Meist werden es Seiten von Statista.de sein, die bestimmte Statistiken beinhalten.

Viel Spaß beim Lesen dieses Blogposts 🙂

Leider ist immer wieder der Fall, dass in vielen Beziehungen die partnerschaftliche Kommunikation für mindestens einen der Partner nicht ausreichend oder in manchen Fällen auch gar nicht vorhanden ist.

Eine Umfrage unter fast 4000 Deutschen im Jahr 2018 bei einer Partnervermittlungsplattform im Internet zeigt, dass Trennungsgründe bei Beziehungen zu über 23% auf nicht vorhandene Kommunikation zurück zu führen ist (wir konnten nicht miteinander reden).

Damit in direkte Verbindung kann man eindeutig den Hauptgrund (37%) für Trennungen setzen, nämlich dass die Partner sich auseinander gelebt haben.

Genau das passiert nach einiger Zeit, wenn die Kommunikation in der Partnerschaft nicht mehr stimmt oder ganz ausbleibt. Siehe hierzu auch https://de.statista.com/statistik/daten/studie/970/umfrage/trennungsgruende-in-frueheren-beziehungen/.

Step by Step

In einem meiner letzten Blogposts habe ich darüber geschrieben, wie du eventuell sogar mit relativ wenig Aufwand, eine ganze Menge Zeit für dich und deinen Partner frei schaufeln kannst (sh. https://www.beermanncoaching.de/zeiterfassung-und-management/).

Wenn du wie dort beschrieben vorgehst, ist es dir mit Sicherheit möglich, ein paar gemeinsame Stunden pro Wochen für dich und deinen Partner oder deine Partnerin erübrigen kannst.

Nehmen wir einmal an, dass du jetzt pro Woche einige Stunden verfügbar hast.

Natürlich ist es jetzt nicht ratsam, sofort in der gemeinsamen Zeit sich auf die Problemthemen zu stürzen und Diskussionen zu erzwingen.

Vielmehr ist jetzt sinnvoll, für entsprechende Gespräche erst einmal eine adäquate Grundlage zu schaffen.

Das heisst, ihr solltet, gerade zu Anfang, wenn ihr u.U. schon gar nicht mehr gewohnt seid, miteinander zu diskutieren, erst einmal eine Örtlichkeit suchen, die für euch beide ansprechend ist.

Dies kann z.B. ein Wellnesshotel, ein Kurzurlaub über’s Wochenende, euer Lieblingscafé, das Hallen- oder Freibad (je nach Jahreszeit), der Indoor-Kletterpark oder ein Spaziergang im Wald sein. Du siehst, dass die Chancen, einen angenehmen Ort zu finden, recht gut stehen 🙂

Gehen wir davon aus, dass du dich mit deinem Partner für das Wellnesshotel entschieden hast, einen neutralen Ort für beide.

Sucht euch gemeinsam und ganz bewusst angenehme und positive äußere Einflüsse, die du dann in Gesprächen mit deinem Partner als neutrale Themen diskutieren kannst.

Z.B. im Hotelzimmer kannst du deinen Partner darauf ansprechen, was euch hier besonders gefällt. Frag’ hier so detailliert wie möglich. Danach sprichst du über das, was dir hier besonders gefällt.

Grundsätzlich sollte dieses Gespräch natürlich nicht in zwei Monologe ausarten, aber unter Umständen erleichtert es das Herangehen an ein Gespräch enorm, wenn erst der eine Partner seine Sichtweise schildert, dann der andere.

Dies ist auch eine gute Übung, das aufmerksame Zuhören wieder zu üben.

An alle Männer da draußen: seid Gentlemen und lasst eure Partnerin beginnen – Ladies first 😉

Noch ein Beispiel aus dem Hotel:

Versucht, gleich zu Beginn eures Aufenthaltes beide die gleiche Massage zu genießen, z.B. eine Hotstone-Massage.

Danach habt ihr dann die perfekte Grundlage, in gemütlichem Umfeld über das gleiche Erlebnis zu sprechen. Und, ihr seid ganz nebenher noch super entspannt von der Massage.

Beziehungsneutrale Themen

An dieser Örtlichkeit, die du dir mit deinem Partner ausgewählt hast, kannst du nun besprechen

  • was euch hier besonders gut gefällt
  • was euch an eurem Partner/Partnerin gefällt
  • was ihr in der vergangenen Arbeitswoche am Arbeitsplatz erlebt habt.

Mit den genannten Punkten besteht die Möglichkeit, eine Diskussion zu führen, die neutral zu eurer Partnerschaft verläuft. Das ist der erste Schritt hin zu einer konstruktiven und respektvollen Gesprächskultur in der partnerschaftlichen Beziehung.

No-Go

Ein weiterer Punkt ist noch essentiell, wenn es darum geht, eine gute Diskussion führen zu können.

Das entsprechende Ambiente.

Stell’ dir vor, du sitzt jetzt mit deinem Partner in eurem Zimmer des oben genannten Wellnesshotels.

Auch wenn es jetzt direkt nach der Massage noch so gemütlich ist und ihr euch vielleicht Kerzen im Zimmer angezündet habt, gilt es eine Sache auf jedem Fall zu verhindern.

Gerade als du damit anfängst, zu schildern, was dir bei der Massage besonders gut getan hat, klingelt plötzlich dein Handy, weil sich deine Mutter nach dir erkundigen möchte.

Das ist für beide Seiten ein klassisches no-go. Also schaltet bitte alle elektronischen Geräte aus, die als derartiger Störfaktor agieren könnten. Fernseher, Laptop, Tablet und Smartphone einfach mal abschalten.

Im Optimalfall für den gesamten Zeitraum, in dem du dich mit deinem Partner im Wellnesshotel befindest.

Und da gibt es noch eine Sache, die wohl jedem extrem negativ aufstoßen dürfte, wenn es um eine gemeinsame Gesprächskultur geht.

Ich hatte vor vielen Jahren einmal einen Vorgesetzten, für den es völlig normal war, dass er bei einem Personalgespräch weiterhin die Zeitung las. Nehmen wir einmal an, dass er das tat, weil er es einfach so gewohnt war. Trotzdem ist es dem Gesprächspartner gegenüber unglaublich respektlos und macht eine konstruktive Diskussion unmöglich.

Diese Art und Weise ist auch auf die ganzen mobile devices übertragbar, deshalb hier nochmal der von Herzen gut gemeinte Tipp, dass ihr vor einem Gespräch mit dem Partner beide eure Smartphones etc. abschaltet.

100%

Versuche immer, bei allen Gesprächen und Diskussionen, scheinen sie auch noch so sehr verfahren zu sein, dich voll und zu 100% deinem Gegenüber zuzuwenden. Schenke ihm/ihr deine volle Aufmerksamkeit und sei mit Kopf und Herz bei deinem Partner/deiner Partnerin.

Das ist eigentlich ein simpler Verhaltenskodex, der aber leider nicht immer als selbstverständlich erachtet wird.

Eine gute Kommunikation zwischen zwei Lebenspartnern findet stets auf Augenhöhe statt und basiert auf Respekt. Dann steht auch einer lang anhaltenden und innigen Partnerschaft viel weniger im Weg.

An welchem Ort oder Orten fühlst du dich mit deinem Partner am wohlsten?
Wo führt ihr gerne Diskussionen über beziehungsspezifische Themen?

Sehr gerne kannst du mir deine Erfahrungen hier in den Kommentaren posten oder mich auch persönlich anschreiben unter christian.beermann@beermanncoaching.de

Ich freue mich sehr auf dich 🙂

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